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21Dezember2015

Schienenverkehr mit Flachwasserschubboot geprobt

Ein ungewöhnlicher Anblick hat sich Passanten am Samstagmorgen in Dorfprozelten geboten: Mehrere Feuerwehrleute schoben ein Boot auf den Bahnschienen zwischen dem Bahnübergang und dem Bahnhof. Des Rätsels Lösung zeigte sich beim näheren Hinschauen: Eines der vom Landkreis Miltenberg angeschafften und in Stadtprozelten stationierten Flachwasserschubboote wurde dank der pfiffigen Entwicklung eines Tüftlers auf vier Kunststoffrädern auf Schienen vorwärts bewegt. Obwohl die Boote eigentlich dafür gedacht sind, im Fall von Hochwasser Material und Menschen in überfluteten Gebieten zu transportieren, ergibt sich nun mit dem Transport auf Bahnschienen eine ganz neue Möglichkeit. Das sei wichtig, erklärte Kreisbrandrat Meinrad Lebold, da es im Südspessart manche Bahnabschnitte gebe, die mit keinem Feuerwehrfahrzeug erreicht werden könnten. Hier könnten die Boote auf Rädern wichtige Aufgaben bei Hilfeleistungen oder Rettungseinsätzen übernehmen.

Der Entwickler der Flachwasserschubboote, Werner Schäfer, hatte Kunststoffräder konstruiert, die mit geringem Aufwand an die Flachwasserschubboote montiert werden können. Dass das in der Praxis gut funktioniert, zeigte sich am Dorfprozeltener Feuerwehrgerätehaus: Binnen weniger Minuten wurden die Räder montiert und das Boot auf die Schienen gesetzt. Nun testeten die Stadtprozeltener Feuerwehrleute, wie gut sich das Boot mit Mannes- und Frauenkraft schieben lässt – sowohl mit als auch ohne Beladung mit Mensch und Material. So ausgerüstet stellen die Boote eine Ergänzung zu den von der Bahn zur Verfügung gestellten Plattformwagen dar, die an den Rüstwagenstandorten Großheubach und Wörth vorgehalten werden. Gespannt verfolgten Kreisbrandrat Lebold sowie Joachim Hörst und Bernd Hofmann (beide Landratsamt) und die Kommandanten Günter Jentzmik (Kleinheubach), Patrick Richwien (Kleinwallstadt), Matthias Rudolf (Miltenberg), Harald Hepp (Faulbach), Thomas Birkholz (Stadtprozelten) und Florian Haberl (Dorfprozelten), wie effektiv die Beförderung auf Schienen funktioniert und wie leichtgängig sich das Boot schieben lässt. Auch der Notfallmanager der Westfrankenbahn, Thomas Kießling, ließ es sich nicht nehmen, die Übung zu begleiten. Diese konnte in einem Zeitfenster von einer Stunde stattfinden, in der kein Zug Dorfprozelten anfuhr. 

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