Menu

Führerscheine

Feuerwehrführerschein bis 7,5t

Der Erwerb des sogenannten Feuerwehr - Führerscheines setzt eine Ausbildung voraus. Diese kann sowohl von Fahrschulen, als auch von der Feuerwehr selbst durchgeführt werden.

Gem. § 2 der Bayerischen Fahrberechtigungsverordnung (FberV) kann die Ausbildung durch einen Fahrlehrer oder einen Feuerwehrangehörigen (unter bestimmten Voraussetzungen) erfolgen.

Gem. § 3 FberV kann die Prüfung durch eine von der Feuerwehr bestimmte Person erfolgen, in diesem Fall darf der ausbildenden Feuerwehrangehörige aber nicht mit dem prüfenden
Feuerwehrangehörigen identisch sein.

Erfolgt die Ausbildung durch einen Fahrlehrer (Fahrschulinhaber oder angestellter Fahrlehrer), darf er gleichzeitig auch die Prüfung abnehmen.

Von verschiedenen Fahrschulen im Landkreis Miltenberg liegen Angebote, sowohl für pauschale Ausbildungen als auch rein über die Fahrerlaubnisprüfung, vor.

Bei der Führerscheinstelle des Landratsamtes werden Gebühren erhoben, diese werden im Regelfall von den Städten und Gemeinden getragen, ohne dass hier eine besondere Vereinbarung getätigt wird.

LKW Führerscheine (Klasse C bzw. CE)

Durch eine EU-Verordnung hat sich hier die Situation für die Feuerwehren grundsätzlich geändert.

Für die Feuerwehren ist es ausreichend wenn der Feuerwehrdienstleistende den Führerschein der Klasse C oder CE erwirbt. Feuerwehrdienstleistende brauchen im Rahmen der Ausübung des Dienstes nicht die Zusatzausbildung des gewerblichen Gütertransports. Diese muss regelmäßig wiederholt und nachgewiesen werden, und verursacht regelmäßig Kosten.

Hierdurch hat sich die Situation für die Städte und Gemeinden, sowie für die Feuerwehren grundlegend geändert. Der LKW-Führerschein ist somit nur noch rein für die Feuerwehr oder evtl. private Fahrten nutzbar, bzw. wird entsprechende benutzt.

Nach Änderung der Rechtslage wurde von Seiten der Kreisbrandinspektion empfohlen, dass die Kosten der Ausbildung, als auch für die Prüfung, einschließlich aller Lehrmaterialien von Seiten der Städte und Gemeinden getragen werden.

Üblicherweise werden dann Vereinbarungen getroffen, in denen sich die Feuerwehrdienstleistenden auf einen Zeitraum von 5 - 10 Jahren verpflichten, der Feuerwehr für den Dienst und als Fahrer zur Verfügung zu stehen. Wird der Zeitraum gekürzt, so sind, entsprechend der geleisteten Dauer als Feuerwehrdienstleistender, vereinbart prozentuale Rückzahlungen vorzunehmen. Die geschätzten Kosten für den Erwerb des Führerscheines der Klasse C betragen einschließlich Prüfung und Nebenkosten ca. 2.200,- bis 2.500,- €. Für den Erwerb des CE-Führerschein ca. 3.500 € - 4.000 €.

Hier sind die notwendigen Untersuchungskosten nicht eingeschlossen, da bei Feuerwehrdienstleistenden die Untersuchungen im Rahmen der Atemschutztauglichkeitsuntersuchung bei einem Arbeitsmediziner mit durchgeführt werden. Gebenfalls sind hier weitere Kosten zu kalkulieren.

Ob die Städte und Gemeinden den Betrag der Kostenerstattung pauschalieren und durch einen Festbetrag in Vereinbarung einbringen oder ob der tatsächtliche Aufwand abgedeckt wird, ist in einer entsprechenden Vereinbarung, bzw. im Ausbildungskonzept der Feuerwehr festzulegen.

Da erhebliche Kosten anfallen ist bei den meisten Städten und Gemeinden im Landkreis eine grundsätzliche Stadt- / Gemeinderatsentscheidung erforderlich. In jedem Fall ist die Berücksichtigung in den Haushaltsplänen notwendig.

Empfohlen wird den Feuerwehren gemeinsam mit ihren Städten und Gemeinden eine entsprechende Planung vorzunehmen und hierbei auch insbesondere auf die Tagesverfügbarkeit zu achten. Die Planung soll dann über einen mittelfristigen Zeitraum von ca. 5 Jahren, sowohl die benötigten Führerscheinbewerber, als auch die hieraus resultierenden entsprechenden Haushaltsmittel, beinhalten. Die Planung hat sich an den benötigten Fahrern, der Alarmierungsstruktur, an den jeweiligen tatsächlichen Verhältnissen, sowie der Altersstruktur zu richten.

Ob die Zustimmung zu jedem einzelnen Feuerwehrdienstleistenden durch den Stadt- oder Gemeinderat notwendig ist, richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten und der Geschäftsordnung.

Im Sinne der beteiligten Parteien sollte die Vereinbarung mindestens dreifach im Original gezeichnet werden. Unterzeichner/-in sollten sein: Vertreter/-in der Stadt/Gemeinde, Feuerwehrdienstleistender, Kommandant der Feuerwehr oder der federführende Kommandant, wenn dieser für die Budgetverantwortung zuständig ist. Jeweils ein Exemplar der Vereinbarung sollte der/die Feuerwehrdienstleistende/-n, Stadt oder Gemeinde und der Kommandant der Feuerwehr erhalten.

Die Vereinbarung sollte vor Beginn der Ausbildung wirksam abgeschlossen sein. Eine rückwirkende Änderung der Vereinbarung, ist dann nur bei gegenseitigem Einvernehmen möglich.