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auf der Internetseite der Kreisbrandinspektion Miltenberg.


05April2017

Ab in die Lüfte - Fortbildung der unterfränkischen Luftbeobachter in Mainbullau

Mit dem Erwachen der Natur im Frühjahr zieht es auch die Menschen sowohl aus beruflichen Gründen in der Land- und Forstwirtschaft, als auch um sich nach dem kalten Winter an den ersten warmen und sonnigen Tagen im Freien zu bewegen.

Besonders das Frühjahr ist mit die trockenste Jahreszeit und durch das Verbrennen von ersten Gartenabfällen steigt die Gefahr von Wald- und Flächenbränden.

Für die Luftbeobachter Unterfrankens bedeutet das den Einstieg in ihre Saison, wenn sie vom Flugzeug aus versuchen einen Brand schon in der Entstehungsphase zu entdecken und damit größeren Schaden zu vermeiden.

Um auch mit dem schon in 2016 eingeführten Digitalfunk arbeiten zu können, hatte die Regierung von Unterfranken am Dienstag, den 28. März 2017 alle unterfränkischen Luftbeobachter zu einer Fortbildung zum Flugplatz Mainbullau eingeladen.

Gegenüber dem „alten“ analogen Funk hat der Digitalfunk viele Vorteile: So werden z.B. Hintergrundstörgeräusche, wie etwa dröhnende Flugzeugmotoren, unhörbar für den Empfänger aus einer Verbindung herausgefiltert. Auch weisen digitale Geräte weniger Störanfälligkeiten auf, als herkömmliche Geräte.

Mit dabei war von Seiten der Kreisbrandinspektion Miltenberg KBR Meinrad Lebold, die KBIs Hauke Muders und Johannes Becker, KBM Thomas Zimmermann sowie Fachberater Funk, Christopher Braun.

Zur Führung aus der Luft wurden folgende Feuerwehrfahrzeuge aus dem Landkreis Miltenberg dazu benötigt, für den Bereich Obernburg der ELW1 unter Kdt. Dominik Reis, für den Bereich Eschau das MZF aus Eschau unter KBM Oliver Hegemer, das MZF aus Kirchzell unter KBM Frank Schäfer und für den Bereich Neunkirchen den MTW aus Umpfenbach unter KBM Jürgen Schell.

Nach der Begrüßung durch Wolfgang Raps und einer Einweisung vom Fachberater für Brand-und Katastrophenschutz der Regierung von Unterfranken, Steffen Weber, in die Luftbeobachteraufgaben sowie in die neuen Digitlafunkgeräte wurden die sechs anwesenden Sportmaschinen vom Typ Cessna und Piper besetzt und der aktive Teil des Seminars gestartet.

Die Überwachung der Flüge erfolgte durch Steffen Weber und Karl Hermann jr., dem Leiter Einsatz der Luftrettungsstaffel Bayern, der die Flugrouten und einzelnen Aufgaben erstellt hatte.

Neben der Übung des Umgangs mit den Digitalfunkgeräten diente auch diese Fortbildung wiederum der Verbesserung verschiedener Fähigkeiten der Teilnehmer, wie dem Festlegen von Flugrouten und dem Auffinden vorgegebener Ziele und nicht zuletzt dem Sammeln von Einsatz-, Funk- und Flugerfahrung.

Noch während der Fortbildung meldete der ELW Obernburg gegen 11.15 Uhr ein größeres Realfeuer im Bereich östlich von Obernburg an den für diesen Bereich eingeteilten Luftbeobachter. Nach Überfliegen stellte er fest, dass ein großer Holzstapel in der Sonnenstraße in Hausen brannte.

Die informierte Leitstelle Untermain alarmierte daraufhin die Feuerwehren aus Hausen und Kleinwallstadt, deren Anfahrt und Einsatz mit Bildern von „oben“ dokumentiert wurden.

Wie sich später herausstellte, hatte ein Mann Gartenabfälle verbrannt. Das Feuer geriet außer Kontrolle und griff auf den angrenzenden Holzstapel über.

Nach dem Mittagessen in der Flugplatzgaststätte „CHARLIE“ wurde das Seminar fortgeführt und der zweite Teil der Luftbeobachter konnte ihre praktischen Übungen durchführen.

Gegen 15.00 Uhr war die Fortbildung  beendet und die Regierung von Unterfranken belohnte die Anwesenheit der Inspektionsmitglieder in Mainbullau mit einem Rundflug in einer Cessna. Über Wertheim, Rohrbrunn und Aschaffenburg ging es zurück nach Mainbullau - ein unvergessliches Erlebnis!

Die Einsätze zur Luftbeobachtung werden von den Beobachtern zusätzlich zu ihren hauptamtlichen Tätigkeiten wahrgenommen. Die Einsatz-Piloten von der Luftrettungsstaffel Bayern sind alle ehrenamtlich tätig. Lediglich die Flugkosten werden vom Freistaat Bayern übernommen. Dabei ist die Luftrettungsstaffel Bayern e.V. schon längst nicht mehr aus der Katastrophenschutzplanung und dem Katastrophenschutzeinsatz in Bayern, besonders in den trockenen Frühjahrs- und Sommermonaten wegzudenken.

Text: KBI Johannes Becker
Fotos: Thomas Hefter & J. Becker

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