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18August2016

Chlorgasaustritt im Elsavarmar: Übung für die Komponenten Gefahrgut, ABC-Führung und Messleitung

Am 17.08.2016 fand in Elsenfeld die jährliche Gefahrgutübung für den nördlichen Landkreis statt. 38 Kameraden aus Elsenfeld, Erlenbach, Bürgstadt und Großheubach kamen, sahen und siegten.

Im Chlorgasraum des Schwimmbades Elsavamar, Schulzentrum Elsenfeld, kam es durch eine Undichtigkeit an einer vollen Gasflasche zur Freisetzung von Chlorgas. Daraufhin wurde um 19:00 Uhr Übungsalarm per Funk für die örtliche Feuerwehr, die Komponente Gefahrgut, die Komponente ABC-Führung und die Messleitkomponente ausgelöst. Nach dem Eintreffen der örtlich zuständigen Feuerwehr um 19:03 Uhr an der Einsatzstelle wurde die Einsatzstelle von 2 Seiten angegangen.

          

Das TLF der FF Elsenfeld fuhr zum Haupteingang des Schwimmbades und begann dort mit der Evakuierung der Schwimmbadbesucher. Die Besucher wurden von 7 Darstellern der JF Elsenfeld mit Ortsteilen realitätsgetreu gespielt. Unter PA ging der erste Angriffstrupp zur Personenrettung vor und erkundete zeitgleich mit Prüfröhrchen die Lage im Inneren des Schwimmbades. Eine erste Messung ergab keinen Chlorgasnachweis im Inneren des Gebäudes. Trotzdem wurden die Evakuierungsmaßnahmen unter PA durchgeführt, da die Lage noch dynamisch war. Das MZF und das HLF der FF Elsenfeld fuhren das Schwimmbad rückwärtig an, da sich hier der Chlorgasraum befindet. Das MZF übernahm unter Kdt. Albert Klug die Einsatzleitung. Die Erkundung des Gruppenführers HLF ergab eine sichtbare Chlorgaswolke aus dem Chlorgasraum. Umgehend wurde als Erstmaßnahme der Aufbau des Wasserwerfers zum Niederschlagen der Chlorgasdämpfe mit Sprühnebel veranlasst. Der Angriffstrupp des HLF rüstete sich dann mit CSA aus und übernahm die erste Erkundung zur Ursache der Chlorgasfreisetzung. Diese ergab ein undichtes Ventil an einer Chlorgasflasche. Eine gasdichte Überwurfkappe wurde im Schwimmbad nicht vorgehalten, so dass für weitere Maßnahmen das Eintreffen des GWG abgewartet werden musste. Mittlerweile traf aus Erlenbach die Messleitkomponente ein. Diese bekam den Auftrag anhand der freigesetzten Menge und den äußeren Umständen eine Ausbreitungsprognose zu erstellen und Messpunkte zu definieren.

                     

Die UGÖEL aus Großheubach übernahm nach Eintreffen die Einsatzleitung, der Einsatzleiter blieb 1. Kdt. Albert Klug

Nach Eintreffen des GWG aus Bürgstadt wurde das undichte Ventil abgedichtet. Für abschließende Maßnahmen am Chlorgasraum wurde ein weiterer Trupp unter CSA vorgeschickt, bei welchem es zu einem eingespielten Kreislaufkollaps eines CSA-Trägers kam. Nach der „May-Day“ Meldung wurde der 3. CSA Trupp aus Bürgstadt zur Personenrettung vorgeschickt. Die kollabierte Person wurde sofort aus dem Gefahrenbereich gebracht und im Dekon Bereich aus dem CSA-geholt und versorgt. Der 3. CSA-Trupp kehrte mit einem Prüfröhrchenmessgerät nochmals in den Chlorgasraum und führte eine Messung unter CSA durch. Diese ergab keinen weiteren Chlorgasnachweis, womit auch die Übung beendet wurde.

          

Von Seiten der Inspektion waren als Beobachter anwesend: KBR Lebold, KBI Becker, KBM Spilger, KBM Zimmermann, KBM Hegemer.

Die Übung wurde vorbereitet von 1Kdt. Albert Klug und KBM Killinger, die Übungsleitung hatte KBM Killinger inne.

KBM Helge Killinger

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