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08September2015

Gefahrgutübung LZG Nord und Süd

Am Samstag, den 05.09.2015, um 09:00 Uhr fand im Hermann-Staudinger-Gymnasium die zweite landkreisweite Gefahrgutübung der Gefahrgutlöschzüge statt. Übungsszenario war ein Gefahrstoffaustritt aus einem mobilen Tank.

Die Übung wurde in 2 Übungsteile aufgeteilt, welche zeitgleich abgehalten wurden:

Teil 1 Einsatzabschnitt Gefahrgut

An dem von der WF Höchst unentgeltlich entliehenen Übungstank wurde eine Tankleckage an der Tankaussenhülle dargestellt. Bei dem dargestellten Gefahrgut handelte es sich um CS2 welches aus der Tankleckage austritt. Bei CS2 (UN: 1131, Kemmler: 336) handelt es sich um eine leichtentzündliche Flüssigkeit, welche bei Verbrennung giftige Gase (SO2) freisetzt. Die Übungsleitung übernahm Kdt. Vornberger mit 2 Kameraden der FF Großheubach. Aufgabe der eingesetzten Feuerwehren war der Aufbau einer Dekontamination (durch FF Großwallstadt) und Bereitstellung von CSA-Trägern zur Erkundung, Auffangen und Abdichten der Tankleckage. Die Atemschutzüberwachung wurde zentral von der FF Großwallstadt übernommen. Der Brandschutz wurde 3-fach sichergestellt (Wasser/Schaum/Pulver). Die Einsatzstelle wurde permanent mit einem EX-Meter überwacht. Nachdem jeder Trupp ein vergleichbares Leckageszenario abgearbeitet hat, wurde damit begonnen das aufgefangene Gefahrgut umzupumpen. Hierzu wurde unter Bedingungen einer explosionsgefährlichen Atmosphäre die Erdung aller Komponenten vorgenommen und mittels einer Handmembranpumpe in ein Edelstahltank abgepumpt. Gegen 10:45h war die Lage soweit abgearbeitet, dass Übungsende befohlen wurde. Den Übungsteil 1 mit der Leckagesimulation begleitete KBM Dietz.

Teil 2 Übung der Messleitkomponente

Für die Messleitkomponente war es Aufgabe mittels der angenommenen Lage die Einsatzleitung bei der Stoffinformation zu unterstützen. Es wurde die erforderliche Messmethode für CS2 recherchiert und der Gefahrenbereich und Absperrbereich festgelegt. Mit Hilfe des MET-Models aus dem „Nüßler“ und von der ICO angeforderten Wetterdaten wurde eine Ausbreitungsprognose erstellt Berücksichtigt wurde dabei auch die Freisetzungsrate, die bei der Einsatzleitung erfragt wurde.

Vom Übungsteil 1 losgelöst wurde jetzt ein Brand von 500kg ausgetretenem CS2 angenommen. Zuerst musste recherchiert werden, welches giftige Gas bei der Verbrennung entsteht. Mittels dem Sicherheitsdatenblatt wurde SO2 recherchiert. Aufgrund der 500kg CS2 wurde eine Gasmenge an SO2 von 840 kg errechnet. Mit diesen Daten und dem Wetterbericht wurde mittels MET eine Ausbreitungsprognose erstellt und den Messgruppen Messpunkte zugewiesen. Die Einsatzleitung wurde theoretisch über einen erweiterten Gefahren und Absperrbereich informiert. Der Messauftrag an die Messgruppen enthielt die Messzyklen, den Messort, den zu messenden Stoff (SO2) als auch den bei der Messung störenden Stoff (nitrose Gase). Aufgrund der Wohnbebauung im Ausbreitungsbereich wurde theoretisch die Alarmierung der Warnleitkomponente veranlasst. Nachdem die Warnleitkomponenten die gestellten Aufgaben abgearbeitet hatten wurde der zweite Übungsteil gegen 11:00 Uhr beendet. Den Übungsteil 2 begleitete KBM Spilger.

Gegen 11:00 gab es eine Übungsbesprechung. Nach einem kleinen Imbiss fuhren die Einheiten gegen 12:00 Uhr zurück zum Standort.

Von Seiten der Presse war Ralf Hettler anwesend.

Die Übungsvorbereitungen wurden vom 1. Kdt. FF Großwallstadt Jürgen Schnabel und KBM Killinger erledigt. Übungsleiter war KBM Killinger.

KBM Gefahrgut, Helge Killinger

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