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07Dezember2015

Hydraulik-Rettungssatz für Rüstwagen Großheubach

Für rund 39.000 Euro hat der Landkreis Miltenberg einen hydraulischen Rettungssatz mit Zubehör angeschafft, mit dem die Technik des Rüstwagens in Großheubach verbessert wurde. Landrat Jens Marco Scherf und Kreisbrandrat Meinrad Lebold übergaben den Rüstsatz am Freitag an den Großheubacher Kommandanten Stefan Kempf und Bürgermeister Günther Oettinger.

Die Anschaffung war notwendig, nachdem hochfeste Materialien im Fahrzeug mittlerweile nicht mehr mit herkömmlichem Gerät geöffnet werden können. Nachdem an den anderen Rüstwagenstandorten des Landkreises in Wörth und Collenberg bereits Rettungssätze mit der gleichen Leistungsfähigkeit vorhanden sind, war es nun an der Zeit, die neue Technik auch für den Großheubacher Rüstwagen zu beschaffen.

Der Rüstsatz besteht im Wesentlichen aus einem elektrisch betriebenem Hydraulikaggregat und hydraulisch betriebener Schere sowie Spreizer und Rettungszylindern. Die Rettungszylinder beispielsweise werden eingesetzt, um den notwendigen Freiraum für die Befreiung und Rettung von Verletzten zu schaffen. Die hydraulischen Rettungsgeräte werden zum Anheben von Lasten, zur Befreiung von Personen sowie zur Zugangsöffnung für eine Erstversorgung von Verletzten benötigt. Die verwendeten Aggregate müssen viel leisten: Mit der Bereitstellung eines Drucks zwischen 600 und 800 bar liefern sie die notwendige Kraft, damit die Scheren und Spreizer effektiv arbeiten können. Der Rettungssatz wird ergänzt durch ein Abstützsystem, um Fahrzeuge bis zur Kleintransportergröße abstützen zu können, sowie ein Schutzdeckenset, um Eingeklemmte vor Splitterwirkung schützen zu können. In der neu übergebenen Ausrüstung ist ein Stabilisierungsset enthalten, um Patienten in Zwangslagen stabilisieren zu können. Ferner wird eine akkuversorgte Hydraulikpumpe mitgeführt, die bei Unfallstellen, die schwer mit Fahrzeugen erreichbar sind, ein rasches Eingreifen der Feuerwehr ermöglicht, ohne dass für die Erstversorgungsöffnung eine Stromversorgung aufgebaut werden muss. Zwei Feuerwehrleute sind in der Lage, das kompakte Gerät an die Einsatzstelle zu tragen. Wichtig ist dies beispielsweise für den Fall eines Einsatzes an einer Bahnstrecke im Maintal.

Die Regierung von Unterfranken hat von Seiten des Freistaats eine Zuwendung von 6.000 Euro für die Anschaffung zugesichert.  

Übergabe des neuen hydraulischen Rettungssatzes – hier symbolisch mit einem Rettungszylinder – mit (von links) Bürgermeister Günther Oettinger, Landrat Jens Marco Scherf, Kommandant Stefan Kempf und Kreisbrandrat Meinrad Lebold.

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