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auf der Internetseite der Kreisbrandinspektion Miltenberg.


30Mai2016

Unwettereinsätze der Feuerwehren im Landkreis Miltenberg in der Nacht vom 29. auf 30.05.2016

Allgemeine Lage:
In der Nacht vom 29.05. auf den 30.05.2016 war auch der Landkreis Miltenberg von heftigen Regenfällen betroffen.
Bereits in der Nacht zuvor und im Laufe des Sonntags war Starkregen feststellbar.
Dabei wurden zwei Einsatzschwerpunkte festgestellt.
Der eine im Raum Leidersbach und Volkersbrunn, der andere im Erftal und in der Gemeinde Neunkirchen.

Im Raum Leidersbach waren alle vier Feuerwehren der Gemeinde Leidersbach eingesetzt.
Neben lokalen Überflutungen von Kellern, wurden auch Überflutungen der Ortsdurchfahrt in Höhe Ebersbach, um 30 cm einschließlich mitgeführten Geröll- und Erdmaterials gemeldet. Die Einsatzstellen wurden von den lokalen Feuerwehren abgearbeitet. Eine verdächtige Rauchentwicklung mit gemeldetem Scheunenbrand in Leidersbach, wurde von den Feuerwehren gesucht, jedoch war hier nichts feststellbar.
Zum Teil wurden private Räumgeräte und Geräte des Bauhofes mit eingesetzt.
Die sofort begonnene Reinigung der Kanäle wird noch eine gewisse Zeit erfordern.

Weiterer Einsatzschwerpunkt war der Raum Erftal.
Im Raum Erftal wurde ein Ansteigen des Pegels der Erf, von 17.00 Uhr am Sonntag bis in die frühen Morgenstunden, um 2 m festgehalten.
Sowohl in Eichenbühl und den Ortsteilen Riedern und Pfohlbach, als auch in Heppdiel und Windischbuchen, kam es zu zahlreichen Überflutungen. Verschiedene Keller waren auch am Montagvormittag noch auszupumpen. Die örtlichen Feuerwehren waren zur Räumung eingesetzt.
In der Gemeinde Eichenbühl wurde sowohl der Sportplatz, als auch der dort ansässige Campingplatz ca. 0,5 - 1,0 m überflutet. Auf dem Campingplatz waren, soweit hier bekannt, die Wohnwagen rückverankert. Dies geht auf behördliche Anordnung zurück, da der komplette Bereich 1978 bei einem Starkregenereignis überflutet war.
In Eichenbühl wurden einige Keller von der Feuerwehr ausgepumpt.
Verlegungen an Brücken wurden von den örtlichen Feuerwehren sofort entfernt.

Vorsorglich wurde in Bürgstadt der Wohnmobilstellplatz von der Polizei geräumt. Die Feuerwehrführung von Bürgstadt war zur Kontrolle und Einleitung eventuell weiterer Maßnahmen alarmiert.

Um 3.10 Uhr wurde zusätzlich ein örtlicher Einsatzleiter und ein Einsatzleiter Rettungsdienst des BRK vorsorglich für die Einleitung eventuell weiterer Maßnahmen alarmiert.

Die Polizeiinspektion Miltenberg warnte in Bürgstadt Landwirte bezüglich Ihrer Viehhaltung im überfluteten Bereich und überwachte die Befahrkeit der Straßen.

Die Straßenmeisterei Miltenberg unterstützte die Räumung der L521 von umgefallenen Bäumen und Vermurrungen. Wasserdurchlässe an der Straße nach Pfohlbach wurden mit privaten Räumgerät freigehalten.
Von Riedern bis Hardheim war die Straße ab 24.00 Uhr bis in die frühen Morgenstunden gesperrt, da hier mehrere Bäume umgefallen waren.

Oberhalb des Erftals waren die Gemeinden Neunkirchen, Umpfenbach und Richelbach betroffen. In Umpfenbach waren einige Keller überflutet, einschließlich angeschwemmten Erdmaterials von den umgebenen Ackerflächen. Hier waren die kommunalen Feuerwehren im Einsatz. Gegen 03.30 Uhr setzte eine spürbare Entlastung ein, da der Regen nachließ. In den frühen Morgenstunden waren noch umgefallene Bäume zu beseitigen, sowohl an der B469 im Raum Obernburg/Wörth, als auch im Bereich der St2441 Großheubach Richtung Mönchberg.
Diese wurden von den Feuerwehren beseitigt. Bisher wurden, soweit hier bekannt, keinerlei Einsatzkräfte verletzt.
Die jeweiligen Bauhöfe der Gemeinden waren mit Personal und Geräten im Einsatz.

Die gesamte Alarmierung der Einsatzkräfte wurde von der integrierten Leitstelle Untermain in Aschaffenburg vorgenommen. Diese hatte hierzu vorsorglich die Anzahl der Disponenten vor dem Starkregen und während des Ereignisses erhöht. Im Landkreis Miltenberg mußte daher die
Kreiseinsatzzentrale nicht besetzt werden.

Warnung: Achtung, es besteht weiterhin akute Baumwurfgefahr.
Durch die intensiven Regenfälle wurde insbesondere in den Hanglagen, auch entlang der Staats- und Bundesstraße, der Halt des Wurzelwerks massiv
geschwächt. Von daher besteht akute Baumwurfgefahr.

Meinrad Lebold
Kreisbrandrat

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